Predigt am 29.01.2012 (4. Sonnt. im Jahreskreis)
Wenn
ich manchmal in Stille mein Leben betrachte, wird mir eine ganze Fülle von Abhängigkeiten
bewusst:
Was
ich nicht alles tun muss – wie ich meine.
Wo
überall ich mich gezwungen fühle und nicht anders kann.
Wo
selbstgemachte Erwartungen an ich zur Last werden.
Und
ich kenne meine Versuchungen und Verführbarkeiten, die mir einflüstern, was
nicht alles notwendig wäre und mich dadurch einengen und unterdrücken.
Ja,
da wird mir meine ganze Besessenheit heutiger Form bewusst.
Jesus
ist damals den Menschen mit Liebe entgegengekommen und hat sie davon überzeugt:
Es gibt noch einen anderen Lebenssinn als viele meinen.
Heute
würde er sich vielleicht Drogensüchtigen und Alkoholikern, gestressten
Managern und Workoholikern zuwenden und
schauen, dass sie professionelle Hilfe bekommen, um davon los zu kommen.
Jesus
hat mit Liebe und Zuwendung geheilt und andererseits laut und bestimmt, dem
Ungeist befohlen zu schweigen. Wo Jesu Wort laut wird, können sich die
lebensfeindlichen Mächte, die uns umgeben, nicht länger halten.
Sein
guter Geist, dieser Heilige Geist, steht auch heute gegen jeden bösen Geist der
Hartherzigkeit und des Egoismus.
Sie
kennen wahrscheinlich alle das Lied: Wo die Güte und die Liebe wohnt, dort nur
wohnt der Herr.
So
können wir uns auch heute von allen modernen Formen der Besessenheit befreien.
Die Lesungen vom 29. Jan. 2012