DIE ARBEIT IM KINDERGARTEN

 

 EMOTIONALE UND SOZIALE ERZIEHUNG

Entfaltung der Kontaktfähigkeit:  

·       Mit anderen in Kontakt treten

·       Die eigene Rolle innerhalb der Gruppe finden

·       Wir - Bewusstsein in der Gruppe erleben

Richtiges Verhältnis zu Erwachsenen entwickeln

Fähigkeit zur Zusammenarbeit in der Gruppe entwickeln

Einübung demokratischen Verhaltens

·       Vorschläge anderer anhören und achten

·       Sich trauen, eine Meinung zu äußern

·       Kompromisse akzeptieren lernen

Geborgenheit in der Gruppe durch die Kindergärtnerin als neue Bezugsperson vermitteln, anlächeln, streicheln, Blick- und Hautkontakt (beim Hand geben)

Auch durch den Raumschmuck (Weihnachten, Ostern,...)

Durch die Kinder, z.B. Sonderapplaus

 

SEXUALERZIEHUNG:

Über das Leben Bescheid wissen, Unterschied Bub - Mädchen, Gleichwertigkeit der Geschlechter.

   

WERTVERHALTEN:

Das Kind soll die Werte des menschlichen Lebens kennen lernen. Jeder Mensch hat ein Recht auf seine Einmaligkeit. Bei Geburtstagsfeier herausheben, die besonderen Eigenschaften besprechen. Recht auf Freiheit: das Spiel und den Spielpartner frei wählen können.

Das Recht auf Eigentum: Garderobenplatz, Jausenplatz, für Vorschulkinder eigene Mappe und Stifte. Das Recht auf Hilfe von der Gemeinschaft: den neuen, jungen Kindern helfen, andere Menschen und die Natur achten, auch Hilfe von öffentlichen Einrichtungen (Feuerwehr, Rettung, Polizei, Post....). Auch die Erzieherin soll zugeben, wenn sie mal einen Fehler gemacht hat. (sich entschuldigen)

   
RELIGIÖSE ERZIEHUNG:

Die Kinder sollen in die Gemeinschaft der Kirche hineinwachsen und lernen, dass es keinen strafenden Gott gibt. Kinder werden angeregt mit Gott zu sprechen - freies Gebet. Aber auch gebundenes Gebet vor der Jause (auch in Liedform)

   

KREATIVES GESTALTEN – BILDNERISCHE ERZIEHUNG - WERKEN:

Vermittlung von Erfolgserlebnissen durch Methodische Reihen.

Die Kinder zur Eigeninitiative anregen (ein Vorhaben planen – überlegen – bis zur Fertigstellung ausführen)

Schöpferisch tätig sein, Förderung der Phantasie (die gebastelten Werke aufstellen dürfen, Rollenspiele, Fingerpuppenspiele...)

Arbeiten mit verschiedensten Materialien und das Erfahren verschiedener Dimensionen (großflächiges Arbeiten – feines Arbeiten), motorische Förderung (Fein- und Grobmotorik)

    

DENKFÖRDERUNG:

Denken lernen!

Optische Wahrnehmungsfähigkeit, Akustische Wahrnehmungsfähigkeit, die fünf Sinne schulen (durch Kimspiele). Merkfähigkeit fördern durch Lieder, Sprüche, Gedichte usw.

    

SPRACHBILDUNG:

Förderung der Sprechfreudigkeit und Anheben des Sprachniveaus (das Kind dort abholen wo es steht; das heißt auch Dialekte akzeptieren) Bei Gruppengesprächen zuhören und aussprechen lassen (gilt für alle Kinder)

Den Wortschatz durch richtiges Benennen von Dingen erweitern. Begriffe vertiefen z.B. Zeitbegriffe (heute, morgen, gestern,...), Raumbegriffe (oben, unten, innen, außen, vorne, hinten,...), Zahlenbegriffe bis sechs, Oberbegriffe: Möbel, Obst, Werkzeug, Kleidung,...

Grammatikalisch richtig sprechen: in ganzen Sätzen, Ein- und Mehrzahl.

Gehörtes auch wiedergeben können (Bilderbuch nacherzählen)

    

BEWEGUNGSERZIEHUNG:

Bewegungserziehung im Kindergarten ist kein isoliertes Bildungsanliegen, es soll vielmehr in das gesamte pädagogische Geschehen integriert sein. Bewegung ist ein elementares Grundbedürfnis, dem regelmäßig entsprochen werden muss. Gerade im Kindergarten ist es am ehesten möglich, das Bewegungsdefizit vieler Kinder auszugleichen und ihnen eine bewegungsfreundliche Umgebung zu schaffen.

Körperliche Ziele:

Eigenen Körper erleben lassen (Herzklopfen, Körperinstrumente wie Klatschen, Stampfen,...)

Kinder sollen Freude an der Bewegung haben (Turngeschichte, Wettspiele, kleine Kunststücke wie der Purzelbaum...)

Achten auf Beherrschung fundamentale Bewegungsformen: laufen, hüpfen, kriechen, klettern, werfen und fangen; unterstützt von verschiedenen Geräten wie Langbank, Sprossenwand...)

Schulung des Gleichgewichtssinnes und der Grob- und Feinmotorik

Die Kinder können ihrer Kreativität mittels Bewegung Ausdruck verleihen.

     

LERN UND LEISTUNGSVERHALTEN:

Weckung der Lern- und Leistungsbereitschaft durch Lob und Anerkennung

Altersangepasste Leistungen erbringen: Über- und Unterforderung vermeiden

Die Ausbildung von positiver Arbeitshaltung: Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, Sorgfalt und Selbstständigkeit

    

 UMWELTBEWÄLTIGUNG:

 Die Orientierung des Kindes in seiner Umwelt; nähere und weitere Umgebung des Kindergartens kennen lernen (Reckturm, Stadtmauer,...). Durch Spaziergänge kindgerechtes Einlernen von Verhalten im Straßenverkehr (Verkehrserziehung)

Richtiges Verhalten in der Natur: Naturvorgänge beobachten, Umweltschutz (Abfälle in den dafür vorgesehenen Behälter werfen, Blumen nicht im Übermaß pflücken,...) Müllvermeidung

Einüben von Tüchtigkeiten: An- und Ausziehen, Wegräumen von Spiel- und Arbeitsmaterial

Körper- und Gesundheitspflege: Hände waschen nach WC-Benützung, Malschürze verwenden, beim Husten Hand vorhalten

Kritisches Konsumverhalten: Umgang mit Geld, Sparen, kein Verschwenden von Bastelmaterial (auf Zeichenblatt nur einen Strich machen und dann wegwerfen)

Eltern auf Massenmedienkonsum aufmerksam machen.

     

MUSIKALISCHE ERZIEHUNG:

Zum Hauptanliegen der Musikerziehung im Kindergarten gehört, dass alle Kinder an der Vielfalt der Musik Interesse finden und Freude an musikalischen Aktivitäten geweckt werden.

Obwohl der Gesang als Äußerung kindlichen Musizierens im Kindergarten Vorrang hat, müssen und sollen Bereiche, wie die Rhythmik, Tänze, Klanggeschichten usw. einen festen Platz in der Bildungsarbeit haben.

Ziele und Aktivitäten:

Geräusche und Klänge

·       Gehörtes und Gelerntes wiedergeben und selbst Geräusche und Klänge erfinden, diese auf verschiedene Art und Weise zusammenfügen

·       Experimentieren und Gestalten als Grundlage musikalischer Förderung

·       Bewusstes Hören fördert die Sensibilisierung des Hörsinns

·       Geräusche können auch erraten und nachgeahmt, sowie nach Klangfarbe, Lautstärke usw., geordnet werden

Instrumente: Musik und Körper

·       Kinder sollen mit elementaren Instrumenten experimentieren dürfen, z.B. mit ORFF Instrumenten, Trommeln und Triangeln

·       Deshalb sind die Instrumente für eine bestimmte Zeit frei zugänglich und stehen zum Experimentieren zur Verfügung

·       Die Kinder sollen ihre Körperinstrumente kennen lernen und Rhythmusgefühl erproben

·       Ein Verständnis für Tonhöhe und Tonlage soll aufgebaut werden

 

Singen

·       Spontanes Singen in den verschiedensten Situationen

·       Singen von Lieder, Singspielen, Kreisspiele

 

Bewegung und Musik

·       Kinder lassen sich durch Musik führen und anregen

·       Bewegungsfreude, das Hüpfen, Gehen, Laufen und Springen ist Fundament und selbstverständlicher Beitrag zur Musikalität des Kindes

Rhythmik

·       Freude an Bewegung und Tanz

·       Sensibilisierung, Körpererfahrung, Ausdrucksvermögen, Spontaneität

·       Hören, zuhören, sich auf akustische Eindrücke konzentrieren können

·       Schauen, beobachten, sich auf optische Eindrücke konzentrieren können

·       Soziales Verhalten im Umgang mit anderen Kindern in der Gruppe

·       Kreativität in ihren verschiedensten Ausdrucksformen

·       Rhythmikmaterial (Sandsäckchen, Rasseln, Tücher...) kennen lernen

    

Elternarbeit im Kindergarten

Möglichkeiten zur Zusammenarbeit

·       Elternbriefe

·       Elternrunde

·       Elternabend

·       Anschlagtafel

·       Kindergartenzeitung

·       Spontanes Gespräch

·       Sprechstunde

·       Tag der offenen Tür

·       Feste und Feiern

    

Zielsetzung

·       Die Erziehung im Kindergarten versteht sich unterstützend und ergänzend zur Bildung und Erziehung in der Familie.

·       Der Kindergarten begleitet die Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung.

·       Es besteht gegenseitiger Respekt von Seiten der Kindergartenpädagogin gegenüber der Elternkompetenz, von Seiten der Eltern gegenüber der pädagogischen Kompetenz und Professionalität der Kindergartenpädagogin.

·       Bei Konflikten und Schwierigkeiten unterstützen sich Eltern und Kindergartenpädagogin gegenseitig, ihr Bemühen ist aufeinander abgestimmt.

·       Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist von beiden Seiten gesichert.

·       Erziehungsziele, die im Kindergarten angestrebt werden, sind den Eltern bekannt.

·       Es besteht die grundsätzliche Bereitschaft zur wechselseitigen Information und zum gegenseitigen Lernen.

·       Die Information erfolgt gegenseitig und ist Voraussetzung für jede weitere Zusammenarbeit

·       Flexibilität von Seiten der Kindergartenpädagogin um für die Vorstellungen, Wünsche und Probleme der Eltern offen sein zu können und Mut zur Veränderung zu zeigen.

·       Ein regelmäßiger Austausch von Interessen und Erfahrungen festigen die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und dem Kindergarten, sodass alle Beteiligten zufrieden sein können.